Tora auf dem Altar im Kirchenraum

Gottes Plan vs. mein Plan – wem vertraust du wirklich?

Jürgen Ferrary
23. Juli 2025

Wie gehst du mit deinen Planungen für die Zukunft um? Das ist eine wichtige Frage, denn ich kenne viele Christen, die ihre nächsten Schritte nicht anders planen als ihre nichtchristlichen Nachbarn. Sie wissen, dass Jesus sie gerettet hat, dass es nach dem Tod ein ewiges Leben gibt. Sie glauben auch daran, dass Gott es gut mit ihnen meint.

Aber wenn es um die Frage des Vertrauens geht, verhalten sie sich oft wie Atheisten. Das klingt hart, aber schau dir einmal dein eigenes Leben an und beurteile nur dich selbst: Denkst du auch, du kannst dein Leben planen, wie du willst? Oder vertraust du darauf, dass Gott für jeden Menschen einen individuellen Plan und eine Bestimmung hat?

Am deutlichsten sieht man das bei Maria, der Mutter von Jesus. Sie hatte ganz sicher nicht geplant, die Mutter des Sohnes Gottes zu werden – aber Gott wählte sie dazu aus. Und was war ihre Reaktion? Sie sagte nicht: „Oh, das passt jetzt aber gar nicht in meine Work-Life-Balance! Ich hatte ganz andere Pläne!“

Obwohl die Umstände alles andere als angenehm waren – unverheiratet schwanger zu sein, war damals eine Schande, und sie wusste nicht, wie ihr Verlobter reagieren würde, wenn sie ihm erzählte, dass der Heilige Geist das Kind gezeugt hat. Gottes Pläne sahen nicht so aus, als wären sie das Beste für Maria. Und doch beugte sie sich nicht nur seinem Willen – sie feierte Gott dafür! Ihre Antwort war ein Lobpreislied:

„Von ganzem Herzen preise ich den Herrn.
Ich freue mich über Gott, meinen Retter“ (Lukas 1,46b–47 HfA).

Maria erkannte: Gott ist ihr Herr und Retter – und sie war bereit, seinen Willen zu tun. Das ist etwas anderes, als selbst einen Schritt zu gehen und dann zu beten, dass Gott diesen segnet. Es bedeutet, Gott erst nach dem nächsten Schritt zu fragen – und ihn dann voller Freude zu gehen, weil man weiß, dass es sein Wille ist.

Vielleicht planst du gerade dein Studium, deinen nächsten Job, einen Umzug oder eine Beziehung. Fragst du Gott dabei wirklich nach seinem Willen – oder bittest du ihn nur, deinen längst gefassten Plan abzusegnen?

David ruft es uns zu:

„Erkennt, dass der Herr allein Gott ist!
Er hat uns geschaffen, wir gehören ihm!
Wir sind sein Volk, das er umsorgt wie ein Hirte seine Herde“ (Psalm 100,3 HfA).

Vertraust du darauf, dass Gott dich für eine bestimmte Aufgabe geschaffen hat? Dass er wirklich einen konkreten Plan für dein Leben hat – nicht abstrakt, sondern ganz persönlich?

Gott hat dich erschaffen. Es war sein Wille, dass du bist, wer du bist. Du bist sein Meisterwerk (Epheser 2,10). Gottes Bestimmung für dein Leben ist besser als alle Pläne, die du selbst schmieden kannst. Wem willst du also dein Leben anvertrauen? Dir – oder ihm?

Trau dich, Gott dein Leben wirklich hinzulegen. Er kennt dich, er liebt dich – und sein Plan ist besser als alles, was du dir je vorstellen kannst.

Sei gesegnet!

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen“ (John Lennon).

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